Predigtgedanken zu Jer 31,31-34 
Der neue Bund
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.
Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

Liebe Gemeinde, 
heute mal keine fertige Predigt, sondern der Text selbst und einige Fragen, einige Gedanken dazu. Ich lade Sie ein zu einer kleinen Bibelarbeit alleine zu Hause oder zusammen mit der Familie.
Der Predigttext ist überschrieben mit den Worten: Der neue Bund. Das macht stutzig. 
Heißt das, es gibt einen alten Bund, der zu Ende ist? Ist ein Bund zu Ende, wenn sich keiner mehr an ihn erinnert? Ist eine Ehebündnis tot, wenn beide Partner es vergessen, oder reicht es aus, wenn einer es vergisst? Zählt eine Zusage, die in einem Bund gemacht wird, nicht mehr, wenn ich anders handele als gedacht? Ersetzt der neue Bund den alten?
Welcher neue Bund ist gemeint, den Gott schließen will. Alter Bund – neuer Bund, altes Testament (lat. Bund) und neues Testament. Ist der neue Bund der Bund Jesu Christi? Wenn ja, wie wird dieser Bund vollzogen. Einmalig in der Taufe und immer wieder neu im Abendmahl, als sarkamentale Handlungen, die uns mit Gott verbinden? Wer genau ist dann gemeint, wenn das Verständnis des Abendmahls uns Kirchen voneinander trennt? 
Oder ist es mehr ein Bund zwischen Gott und dem einzelnen Menschen, den er ihnen in ihr Herz und in ihren Sinn schreiben will. Ein Bund, der den Menschen ganzheitlich verändert: Das menschliche Herz als Ausgangspunkt seiner tätigen Liebe, der Sinn als Ort seines Gewissens und seiner Verantwortung jedem Menschen gegenüber? Ein Bund den Gott mit uns schließen will, den wir aber unsererseits noch nicht angenommen haben. Darum der neue Bund, der unsere Antwort braucht, um zur Realität zu werden.
Ein Bund ist ja kein Vertrag zwischen gleichrangigen Partnern, sondern ein Angebot, eine Selbstverpflichtung des einen gegenüber dem anderen, Gottes uns Menschen gegenüber. Gott schließt mit uns Menschen einen Bund, er verpflichtet sich einseitig. Sind wir bereit, diesen Bund einzugehen mit Herz und Sinn, unser soziales Verhalten zu überdenken und zu verändern? Unser Verhältnis zu den Mitmenschen gerecht zu gestalten, auf eigene Vorteile zugunsten des anderen zu verzichten, dem Schwachen die Hand zu reichen, dem Obdachlosen eine Unterkunft, dem Ausgestoßenen die Gemeinschaft?
Sind wir bereit, auf unsere Vorteile zu verzichten, an die vermeintlichen Sicherheiten wie Wohlstand und Geld, Stolz und Anerkennung nicht mehr unser Herz zu hängen. „Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott“, sagte schon Luther.
Ist das der neue Bund, den Gott mit uns schließen will, den er mit uns geschlossen hat vor Urzeiten: „Ich bin der Herr, dein Gott.“ Und der bis heute auf unsere Antwort wartet? Denn auch wenn der Bund allein von Gott ausgeht, kommt er doch erst zustande, wenn auch der Mensch auf diesen Bund antwortet. Wie könnte unsere Antwort aussehen? Was könnten wir tun, dass auch andere Menschen auf die Verheißung des neuen Bundes antworten? Ein Bund, der in die Zukunft weist ohne die Last und Schuld der Vergangenheit. „Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken“, spricht der Herr.
Ich lade Sie ein, Ihre Gedanken über die Verheißung des neuen Bundes aufzuschreiben und mir mitzuteilen. Kommen wir auch in Coronazeiten miteinander in den Austausch, in den Dialog: postalisch (Sölder Str. 84, 4289 Dortmund) oder per Mail d.biederbeck@georgsgemeinde.de.
Bleiben Sie behütet.
Pfarrer Dietrich Biederbeck

Lied: O komm, du Geist der Wahrheit    eg 136
Hören Sie Kantor Norbert Staschik an der Orgel.

Gebet
Erbarmender Gott, immer wieder hast du den Menschen
das Gebot deiner Liebe verkündet.
Immer wieder haben sie deine Gebote vergessen und gebrochen.
Sie wurden abtrünnig von dir,
von ihren Mitmenschen, von der Welt.
Trotzdem hältst du deinen Bund aufrecht.
Bleib uns weiterhin treu,
wie du schon unseren Vorfahren treu warst. Amen.

Kollekte:
Die Kollekte am Sonntag Exaudi ist bestimmt für die Männerarbeit in Westfalen und die Evangelische Arbeitnehmerbewegung:
Die evangelische Männerarbeit führt zahlreiche Vater-Kind-Seminare durch. Neben spannenden gemeinsamen Aktionen helfen die Wochenenden, die Vaterrolle aktiv zu gestalten. Mit Ihrer Kollekte können Seminare geplant und neue Teamer gewonnen werden. 
Nähere Informationen dazu und die Möglichkeit, online zu spenden finden Sie unter  www.kollekte-online.de

 

Die Online-Version für den nächsten Sonntag erscheint am Samstagabend.

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Gemeindeinformationen

Bis zu den Sommerferien laden wir herzlich zu folgenden Gottesdiensten ein:

• Sonntag, 24. Mai, 11.00 Uhr, Große Kirche, Pfr. Biederbeck
• Pfingstsonntag, 31. Mai, 11.00 Uhr Große Kirche, Pfr. Knorrek
• Pfingstmontag, 1. Juni, 11.00 Uhr, Gemeindezentrum Mark, Pfr. Dr. Majoros-Danowski
• Sonntag, 7. Juni, 11.00 Uhr, Große Kirche, Pfr. Biederbeck
• Samstag, 13. Juni, 17.00 Uhr, Taufgottesdienst, Große Kirche, Pfr. Biederbeck
• Sonntag, 14. Juni, 11.00 Uhr, Große Kirche, Pfr. Dr. Majoros-Danowski
• Sonntag, 21. Juni, 18.18 Uhr, auszeit-Gottesdienst, Große Kirche, Pfr. Knorrek

Ab dem 27. Mai laden wir wieder zur Wochenandacht „hör mal + denk mal“ um 17.45 Uhr inder Großen Kirche ein.
In der Presbyteriumssitzung am 4. Juni wird über das Gottesdienstangebot in den
Sommerferien beraten.
Nachdem die ersten Bestattungen in den Kirchen bereits stattgefunden haben, fragen
Gemeindeglieder nach den Möglichkeiten einer Taufe oder Trauung in den kommenden
Wochen. Manche Termine sind ja schon seit langem geplant und nun gilt es zu entscheiden,
ob sie stattfinden können. Seitens der Gemeinde können Tauf- oder Traugottesdienst
stattfinden. Aber auch hier gelten Schutzkonzepte für die Kirchen: beschränkte
Teilnehmendenzahl, Maskenpflicht, Abstandswahrung, Führung einer Teilnehmendeliste.
Was zB Abstandpflicht konkret für eine Taufe oder eine Trauung bedeutet, können Sie den
aktuellen Corona-Infomationen auf unserer Homepage www.georgsgemeinde.de
entnehmen
und im Gespräch mit dem zuständigen Pfarrer klären. Zurzeit finden Taufen aufgrund der
reduzierten Teilnehmendenzahl ausschließlich im Taufgottesdienst am 2. Samstag 
im Monat statt, nicht in einem sonntäglichen Gemeindegottesdienst.
Das schorsch-Wort zum Sonntag mit den aktuellen Informationen aus der 
Gemeinde können online unter www.georgsgemeinde.de/andacht und unter facebook.de/georgsgemeindedo abgerufen und per E-Mail oder Post zugeschickt werden. Bitte wenden Sie sich dafür an das Gemeindebüro, Ruinenstr. 37, 44287 Dortmund, Tel. 22226910,
buero.aplerbeck@georgsgemeinde.de. Das schorsch-Wort zum Sonntag liegt außerdem in der täglich geöffneten Georgskirche zum Mitnehmen aus. Falls Sie das „schorsch Wort zum
Sonntag“ nicht mehr per E-Mail beziehen möchten, geben Sie uns bitte per Mail oder auf
anderem Wege Bescheid.

Wir sind telefonisch erreichbar:
• Gemeindebüro, Tel. 222269-11 (Mo, Di, Do, Fr 9- 12, Di 15-16.30, Do 15-17.30 Uhr)
• Pfarrer Dietrich Biederbeck, Tel. 400660
• Pfarrer Klaus Knorrek, Tel. 9785612
• Pfarrer Dr. Johannes Majoros-Danowski, Tel. 0151 10785702
• Diakon Jürgen Stemkowicz, Tel. 0176 55914491
• Küster Johannes Nazarenus, Tel. 222269-78
• Küsterin Kornelia Schellnock, Tel. 0171 5354634
• Küster Peter Trippe, Tel. 0176 55914493

Leben retten - Mundschutze nähen

Das Haus Lebenshilfe und die Aplerbecker Seniorenheime bitten um Unterstützung durch das Nähen von Mundschutzen in Heimarbeit. Die Georgsgemeinde ruft deshalb handarbeitlich begabte Menschen in der Gemeinde auf, mithilfe der anhängenden Anleitung Mundschutze aus Baumwollstoff (z.B. Stoffreste) zu fertigen. Sie können direkt bei den Einrichtungen abgegeben werden:

Haus Lebenshilfe
Steile Straße 4
Tel. 44471-64

Altenzentrum St. Ewaldi
Weiße-Ewald-Straße 41-43
Tel. 4508-0

LWL-Pflegezentrum Dortmund "Am Apfelbach"
Allerstraße 24
Tel. 4503-5401

CMS Pflegewohnstift Rodenbergtor
Märtmannstraße 4
Tel. 53475-0

Seniorenzentrum Rosenheim
Rosenstraße 61
Tel. 442044-20 oder -0

Schnittmuster  Anleitung

 

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