Treffpunkt:
Sölder Straße 84, 44289 DO-Sölde 
Gemeindecafé
3. Donnerstag im Monat

  Mehr Informationen:
Bernd Ruhnau
 0231.402356
  weltladensoelde(at)georgsgemeinde.de

Die nächsten Termine:

4. - 6. Oktober 12-19 Uhr Hörder Erntemarkt
24. Oktober  19 Uhr     Treffen Eine-Welt-Kreis
27. Oktober  9.30 Uhr  Gottesdienst mit Eine -Welt-Kreis


Wir sind
eine Gruppe von ca. 10 evangelischen und katholischen Christen aus Sölde und Sölderholz. Der Eine-Welt-Kreis feierte im Jahre 2009 sein 20-jähriges Bestehen. 

Wir wollen
durch den Verkauf von fair gehandelten Waren die Lebenssituation der Menschen in den armen Ländern der Erde verbessern helfen und zu einer gerechten Verteilung der Güter beitragen. Dazu betreiben wir den Eine-Welt-Laden und gestalten selber, bzw. beteiligen uns an vielfältigen anderen Aktionen. Aus dem Erlös des Eine-Welt-Ladens erwerben wir Aktien der EDCS (jetzt Oikokredit-Bank), die Geld zu fairen Konditionen weiter verleiht.


Öffnungszeiten des
Eine-Welt-Ladens:

 jeden Mittwoch von 10-12 und 15-17 Uhr
 jeden Samstag von 10-12 Uhr

 nach den Gottesdiensten in Sölderholz.

Vom 4. - 6. Oktober finden Sie den Eine-Welt-Laden auf dem Hörder Erntemarkt an der Lutherkirche. Wir haben an den Tagen von 12 - 19 Uhr geöffnet.

Wir bieten Produkte aus fairem Handel: Kaffee, Tee, Honig, Wein, Süßigkeiten und Papierwaren.


Billiger Kaffee macht arm

Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Doch er ist bedroht. Dumpingpreise und die Folgen des Klimawandels zwingen viele Familien zur Aufgabe ihrer Kaffeefelder. Obwohl sie die Pflanze mit den begehrten Kirschen anbauen, leben viele Familien in bitterer Armut. Lest, wie ihr Kaffee fair machen könnt.
Ob der duftende Kaffee am Morgen, der starke Espresso am Mittag oder der cremige Cappuccino am Nachmittag – Kaffee ist in Deutschland das beliebteste Getränk. 163 Liter trinken die Bundesbürgerinnen und -bürger pro Jahr, mehr als Mineralwasser oder Bier. Das Geschäft mit dem Heißgetränk boomt. In den vergangenen 15 Jahren ist die globale Produktion um mehr als 20 Prozent gewachsen. Weltweit werden mehr als zwei Milliarden Tassen Kaffee täglich getrunken, was einem Umsatz von rund 180 Milliarden Euro pro Jahr entspricht. Damit gehört Kaffee zu den wertvollsten Rohstoffen dieser Erde. Während arabische Ölscheichs von ihrem Rohstoff profitieren, erhalten Kaffeebäuerinnen und -bauern so gut wie nichts von den riesigen Erlösen. Im Gegenteil: Das schwarze Gold treibt sie in bittere Armut. Bei dem aktuellen Weltmarktpreis von rund einem US-Dollar für ein Pfund Rohkaffee, erhalten nicht- Fairtrade-zertifizierte Produzenten in Honduras, eines der wichtigsten Kaffee-Importländer für Deutschland, rund 130 US-Dollar für einen Sack Kaffeebohnen. Ihre Produktionskosten liegen jedoch bei rund 180 US-Dollar. Verkaufen Kooperativen ihren Kaffee zu Fairtrade-Bedingungen erhalten sie 210 US-Dollar – für Biokaffee sogar 250 US-Dollar.
Dies zeigt: Der Kaffeemarkt ist zutiefst ungerecht. Während die Einnahmen in den Produktionsländern zwischen 1994 und 2017 um zehn Prozent gesunken sind, hat sich die Wertschöpfung bei Röstern und Händlern in Deutschland mehr als verdoppelt. Nach Angaben eines Marktreports des Kaffeehändlers Volcafe verkaufen rund 60 Prozent der Kleinbauern ihren Kaffee unterhalb der Produktionskosten. Kurzfristig mögen die Kaffeekonzerne von niedrigen Preisen in Folge von Spekulationsgeschäften und Rekordernten profitieren. Doch wenn die Bäuerinnen und Bauern nicht bald bessere Preise und mehr Unterstützung im Kampf gegen den Klimawandel erhalten, stehen der Kaffeebranche düstere Zeiten bevor.
»Wenn wir auch in Zukunft täglich Kaffee genießen möchten, müssen sich die Anbau und Handelsbedingungen für die Kaffeebäuerinnen und -bauern dringend verbessern«,
betont Dieter Overath, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender bei TransFair e.V.
Es gibt Möglichkeiten selbst aktiv zu werden. Jeder kann Kaffee fair machen! Das beginnt beim persönlichen Kauf von fair gehandeltem Kaffee und geht weiter in Job, Schule oder Uni, im Verein und auf der Straße. Du kannst dein Umfeld dazu anregen, die  gute Sache zu unterstützen. Fairer Konsum muss gefördert werden, die Ziele für nachhaltige Entwicklung müssen umgesetzt werden!

aus Newsletter zur Fairen Woche 2019 / Kaffeezeitung